Ein epischer Zeitgeist

Die Abenteuer der Ameise Frederik

Die Abenteuer der Ameise Frederik

Fröhlich und unbekümmert lief Frederik die Ameise, auf kindlichen Beinen, durch das für ihn meterhoch gewachsene Gras, und scheuchte dabei Schmetterlinge auf, die sich dann verschreckt, in die Lüfte erhoben. Da es Frederik soviel Spaß machte, schlich er sich nun absichtlich zu jenen Blüten, auf denen welche hockten, um sie zu verschrecken. Irgendwann aber entdeckten sie Frederik dabei, als er sich anpirschte und verweilten dann ganz gelassen. Frederik wurde es langweilig, und auf einem merkwürdig blauschwarzen Stein, ruhte er sich aus, bis scheinbar unter ihm seine ganze Welt erbebte. Es war als würde es näher kommen, ja es kam näher, und es kam auf ihn zu. Frederik ergriff allen Mut, was ist das, wollte er wissen, und kroch neugierig aus seinem Versteck hervor. Als Frederik zuerst nach oben schauen wollte, blendete ihn das Licht der Sonne, aber so bemerkte er den Schatten der sich über dem Boden, genau zu ihm hin schlich, dann war er da. Ganz gespannt blickte Frederik nun nach vorn, dahin wo sich jetzt wild die Halme des Grases bewegten, von der Mitte her nach außen gedrängt wurden, und aus dieser ein Grashüpfer zum Vorschein kam. Erleichtert verweilte Frederik den Ankömmling beobachtend, bis dieser sich wieder auf seine ursprüngliche Art davon machte, ohne jedoch weitere Erschütterungen, spüren zulassen. Davon angetan, begann auch der kleine Frederik, wie ein Grashüpfer zu hüpfen, anfänglich sah es noch ein bisschen unbeholfen aus, aber dann sehr elegant, und euphorisch wurde er dabei. Da erklang ein lachen, so laut anhaltend, das Frederik damit aufhörte, sich umschauend drehte, und sah das es ein Waldmistkäfer war, der sich krümmend vor Lachen amüsierte, über ihn als Ameise die einen Grashüpfer nachmachte, und das es kein blauschwarzer Stein war, auf diesem er eben noch saß. Verärgert über diesen lachenden Waldmistkäfer lief Frederik davon, bis das Lachen nicht mehr zuhören war, er lief an einer Schnecke vorbei, deren schleimige Spur ihn beim Laufen zu schaffen machte, und er beschloss sich erst mal wieder die kleinen Beinchen sauber zu machen. Die wenigen Tautropfen vom Morgen auf den Grashalmen, kamen Frederik da gerade recht, das dachte sich wohl auch der Marienkäfer, den er dort sah, und deren Punkte auf dem Rücken er jetzt mit den Tautropfen bewarf. Welch tolle Lichtspiele taten sich dabei auf, als sie auf seinen Panzer brachen, so viele bunte Farben sah Frederik sonst nur, wenn nach einem Regenschauer, die Sonne wieder kam, und jener Bogen am Himmel erschien, den er schon so oft versuchte zu erreichen. Dann flog der Marienkäfer völlig durchnässt davon. Frederik richtete sich ihm nachschauend, auf zwei Beinen stehend auf, spreizte seine anderen seitlich erhoben von sich ab, und machte spielerisch den Flug des Käfers nach. Bis Frederik dadurch wirklich an Höhe gewann, immer höher stieg, und plötzlich rückwärts nach hinten, zurück auf dem Boden fiel, neben einem Loch, von diesem gar nicht weit entfernt, noch ein Regenwurm mit Erde auf dem Kopf zu sehen war, ehe dieser im Gras verschwand. Der Wurm war also Schuld daran das Frederik glaubte, er könnte fliegen, dabei hob er ihn nur mit sich nach oben, als dieser aus dem Boden kam. So wanderte Frederik, auf dem schnellsten Wege zum Bau zurück, und dachte unterwegs daran, das manche ihn Angst machten, ausgelacht haben, und zu Fall brachten, während andere unter sich blieben oder davon flogen. Völlig erschöpft von den erlebten Eindrücken, verschwand schlief er tief und fest, in seiner Kammer ein.