Ein epischer Zeitgeist

Lyrische Poesie

Muse

Wenn ich ein Künstler wäre, würde ich einen Steingarten anlegen, und aus dem Lächeln in Deinem Gesicht, eine Büste formen, welche vor Schönheit so erstrahlt, das jeder Lichtengel, zu einem Schattenwesen, dahin vegetiert! 

Offenbarung
 
Sowie ein brennender Docht im fließenden Wachs der Kerze erlischt, möchte auch ich einhergehen, im Schatten des Augenblickes, wenn das Tor zum Herzen geöffnet wird, für die Zeit der Herrlichkeit!

Bündnis der Liebe
 
Mit einem Heer voll Zuneigung, kämpfen die Narren bis zum Sieg, dem Throne Deines Angesichts.Alle Zweifel werden gefrieren in der Ewigkeit, denn es umschließt ein Licht der Hoffnung, mein Abbild, was einst kalt und leer mit dem Regen fiel, und zur keimenden Saat der Liebe wurde, um von dem Kelch des erklärten Frieden, durch das Blut zu fließen!

Schwächen des Geistes
 
Wenn Nachts ein Atem der Begierde hauchzart die Sinne benebelt, die Sandkörner dem Nichts gefallen, dann gilt es sich aufzumachen, am Hofe der Rosen, deren Knospen erblühen, auf dem Wege des Säulentempel, vorbei am Brunnen des Lebens, zum Gebärgesträuch, um dessen Elixier der Lust zu kosten, die ein Zungenfisch durch seine Kiemen bläst, ehe der rote Scham, den Alltag in die Atmosphäre treibt!

Herbstpoesie
 
Als Traumsegler überquere ich den Horizont, unzerstörbar durch jeden Sturm, Schatten können mich nicht beleidigen, denn ich schaute in ihr Nachtgesicht, das mich mit unermeßbarer Macht fesselte, und ein Liebesband nähte, das zu berühren, den Eintritt ins Paradies bescherte, und es zu küssen, bedeutete, Seligkeit pur, diese ich auf Knien vorder aufgebrachten Menge, weinend, aber dennoch aufrecht, verteidigen und mit letzter Kraft erhalten muß, weil Du die Erlösung unter dem Wintermond bist, der mich bestrahlt, auf des Wiesensmeer, von kälte bedeckt, unter dem Klee, In meinem Versteck!

 
Kaleidoskope

Deine Aura erstrahlt so hell, das ich zu Staub zerfalle, aber mit der Hoffnung zu Boden schwebe, das Deine Hände jedes einzelne Körnchen aufnehmen, bevor mich ein anderer in die Atmosphäre treibt, den nur von Deinem Hauch, werde ich zu einem Stern geboren, der Nachts bei am kalten Firmament, in den schönsten Farben glüht, abwechslungsreich wie Deine Wünsche, und brennend wie die Hitze der innersten Sehnsüchte!


Begierde

Schwarze Stute laß mich Dich reiten, durch das Tal der Gelüste, hinein in den aufbrausenden Sturm, der mit seinem Schauer, feucht an den Lenden herunterläuft, zu einem See, nie geborener Seelen!

Der Weg des Sünder
 
Ich bin ein Gläubiger, auf dem Weg zu Deinem Tempel, an dessen Säulen vorbei, ins Reich der Mitte, wo ein Brunnen angelegt ist, dessen Wasser, mein Gefilde benetzt, und die Sinne berauscht! 

Die Wiege der Sehnsucht

Das Schiff der Hoffnung versank im Tränenmeer, auf dessen Spiegel, der einstige Leib meiner Liebsten, auf sanften Wogen fortgetragen getragen wurde, und ihr folgend, meine Arme sich wieder um sie legen durften, in völliger Ruhe der Ewigkeit! 

Die Wiedergeburt
 
Nicht Sicht beraubt kehre ich geboren im Tempel ein, dessen Schwelle der geweihten Pforten...Gelüste kostend lehrt, sich farblich der Winterzeit entzieht und Dunkelheit mit pulsierender Wärme ausleuchtet, im Innern durch Lebenskraft göttliche Wandlungen schenkt, deren Anmut sich Offenbart wie zarte Frühlingstriebe, auf laubentkleideten Büschen/Bäumen und Sträuchern.

Das bunte Herz

Deine Welt...so farblos doch bunt, sind wie das Gebilde der Sterne für mich, die auf jene Sonne herab leuchten, hinter dieser ein Herz zu erkunden wäre...wo es sich lohnen könnte, einen Weg zur beharrlichkeit gehend einzuschlagen!

Ma Petite Cherie

Einst stand ich vor dir...deine Blüte welkte dahin...du sahst mich nicht all die tränen weinen...wollte dir so gern mein Herz reichen...nun falle ich vor dir schmerzerfüllt zu Boden....der Bauch schmerzt...ich schreie ... aus dem laut hallen unzählige Nachtfalter...sie fallen  verbrannt um dich herum...unbefangen nahmst du einen auf...berührtest ein Seelenklang meiner selbst...und zur Wandlung einer schwarzen Rose gekehrt...nahmst du mich nun wahr...blicke ließen Lichter erahnen...von diesem wir uns seither leiten ließen!

Des Künstler´s Rose

Die durch Poren sich öffnende Rose, ist der wärmste Geschmack, den meine Lippen wahrnehmen, wenn diese jene sich  schmachtend widmen.

Wintersonne

Sowie Krähen, zäh und ausgedürrt vom Hunger getrieben, dem frostigen Wintermorgen auf kahlen Ästen ihre Seele erklären, gelangte ich durch Vernunft zur Nahrung im seichten Schimmer, schwach erwärmter Nebelschwaden.

Man On The Moon

Ganze Epochen schritten dahin, lange wurdest Du nicht geachtet.Der Wandel veränderte mich, aus dem Wolf wurde ein Mann.Anfangs bedecktest Du das Angesicht, nichts von dem, gabst Du Preis,im lodernden Flammenschein.Nun aber liege ich Dir verletzbar da, Steve Hogarth singt"Runaway Girl", der blaue Dunst steigt empor, Likör fließt warm.Schön und Sanftmutig, erscheint jede Kontur an Dir, die einst ein Schätzer wußte, es ist Zeit der Besinnung.Als Metapher kamst Du vor, wie Du umgarnt verschwandest, meine Gestalt im Lichtkegel, auf die Bühne holtest.Dasein oder nicht, fragte es die Dramaturgie.Ein Regisseur mit wirren Gedankegut, in jeder Szenarie.Beschloß die Augen zu schließen, das Publikum verschwand.Es wurde ruhig.Der Moment war mein Applaus.

Weiland

Lang war die Nacht, dunkel - kalt, mit Erinnerung bedacht.
Dort ein Flüstern - da ein Lachen, nass...verschwitzt, ward das Erwachen.
 
Mag Sinn noch tröstend schimmern, In facto - In floribus,
wandelte sich dies zu einem flimmern, über schattiges Land, eines beraubten Herzgewandt.

Kahle Äste - einsame Jahreszeit, farblos das einstige Kleid,
das die Seelen trug, als Keim mit Beständigkeit.

Canale Grande - Masken abgelegt, dringen solche Wasser überdem Rande,
die kein Winde verteilend verweht.
 
Quod erat demonstrandum - jeglicher Wille, im Kampf gegen eine Brandung,
verhöhnt sich in bleibender Stille.
 
Wandel schließt alles mit ein, lässt verkümmern den Schmerz im dasein,
bis zum Weiland, durch eine von mir gezeichnete Hand.